Feliz Navidad

¡Hola Amigos!

Wie Ihr hier lesen koennt, bin ich zwar umlautlos, aber alles in allem rundum gluecklich und gesund in einem Internet-Café auf der Isla Margarita in Venezuela.

In den ersten beiden Wochen unseres Trips, der ja am 10. Dezember in aller Herrgotts-Fruehe in Zuerich startete und hoffentlich die geplanten 2-einhalb Monate bis zum 26. Februar andauert, ist natuerlich schon eine Menge passiert. Unser Budget erlaubt es natuerlich nicht, alles in epischer Breite hier auszufuehren, aber einige "Highlights" will ich kurz anreissen, damit mir im Maerz keine Loecher in den Bauch gefragt werden:

Also die Fliegerei ueber Madrid nach Caracas, wo wir eine lauschige Nacht auf dem Steinfussboden verbracht haben, da es am ganzen Aeropuerto keinen einzigen Wartestuhl gibt, verlief ohne groessere Vorkommnisse. Naja, irgendwann gegen 3 Uhr morgens (das ist im uebrigen 5 einhalb Stunden vor MEZ, die halbe Stunde hat Praesident Chavez nach seinem gescheiterten Referendum kurzerhand eingefuehrt. Waere ja auch eine Zumutung dieselbe Zeit zu haben, wie Teile der USA) wurden wir kurz geweckt und gefragt, ob wir Geldwechseln wollten. Schwarz versteht sich, aber zu besseren Preisen (Das Thema Geld ist hier in Venezuela schon allein Kapitel fuellend, aber dazu ein andern Mal). Danach ging es per Flieger auf die Isla Margarita, mit dem Taxi nach Porlamar, mit dem hoffnungslos ueberladenden Bus, der staendig mit offener Tuer faehrt, auch ueber die Schnellstrasse, zum Hotel am Playa El Agua und dann erst mal Duschen, Essen, Schlafen. Tagsdarauf 2 von 3 Rucksaecken einlagern lassen und in ein anderes Hotel auf der Insel, wo wir unsere Reisegruppe fuer die gefuehrte 7-Tages-Tour durch den Osten Venezuelas treffen. Lars, ein Deutscher, der seit ueber 20 Jahren hier lebt ist unser Guide und fuehrt uns per Kleinflugzeug, Reisebuss, Jeeps, Motorboetchen, Faehren und natuerlich per pedes zu etlichen Wasserfaellen, Doerfern von Einheimischen, Tropfsteinhoehlen, Urwaeldern, dem Orinoko-Flussdelta, die Gran Sabana (hier wurde Jurassic-Parc 1 gedreht) und und und. Boeser Zwischenfall ereignete sich bereits am 3. Tag, wo ich im Kampf mit einem 150kilo-Tapir meinen Zehennagel am linken Dicken Onkel verloren habe. Zugegeben waren meine Begleiter (meine Schwester und ihr Freund) nicht ganz unschuldig bei dieser Aktion, denn ihre Panikartige Flucht vor dem Tapir verlief naemlich ueber meine Fuesse, sodass ich ganz ohne Tapirkontakt meinen Zehennagel einbuessen musste. Pancho (so heisst der zahme Tapir) trifft also nur bedingt eine Schuld. Zu den anderen Ereignissen erzaehle zu anderer Stunde. Nach unserer Rueckkehr ging es wieder in unser bekanntes Hotela auf der Isla Margarita, wo wir mal am Pool abhaengen, mal Johnnys Supermarkt stuermen, mal an den Strand gehen, mal durch die Schachbrettartigen Gassen Porlamars schlendern oder an abenteurlichen Buden, an denen deutsche Gesundheitsaemter einen Herzinfarkt bei Ansicht bekommen haetten, leckere Hamburgesas con todo mampfen. Abends schauen wir zu Lernzwecken englische Kamellen (zB. Two Birds on a Wire oder Killing Affaires oder Double Jeopardy) mit spanischem Untertitel. Morgen geht es dann weiter nach Mérida. Von da werde ich mich wieder melden.

Liebe Gruesse und Feliz Navidad

25.12.07 16:12

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